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Wilfried Seehofer: Gerhard Pfeiffer - Schachmeister und Problemkomponist
Abbildung: Paperback

Auf dem jüngsten Kongress des Deutschen Schachbundes in Coburg gedachte die Versammlung des am 27. Juni 2000 verstorbenen Internationalen Schachmeisters Gerhard Pfeiffer, der die Bundesrepublik Deutschland in vielen Länderkämpfen vertrat, darunter auf allen Schacholympiaden zwischen 1950 und 1960. Neben seinen partieschachlichen Leistungen als einer der stärksten deutschen Meister seiner Epoche verdient aber auch sein originelles kompositorisches Schaffen Beachtung.
Auf Initiative von Frau Gisela Pfeiffer liegt inzwischen dieses Gedenkbuch für Gerhard Pfeiffer vor.
Es enthält einleitend ihr knappes persönliches Vorwort und einen kurzen Lebenslauf Gerhard Pfeiffers. Der erste Hauptteil gibt dann einen Überblick über Pfeiffers Schachlaufbahn mit Quellenhinweisen und Turniertabellen, dazu eine Auswahl von 16 seiner Meisterpartien, überwiegend ausgewählt bzw. kommentiert von Lothar Schmid und Rudolf Teschner. Schließlich "Schnappschüsse aus Pfeiffers Turnierpraxis", zusammengetragen von Godehard Murkisch. Im zweiten Hauptteil stellt Wilfried Seehofer 250
Schachkompositionen des Meisters vor, eine Studie und wenige orthodoxe Mattaufgaben, überwiegend (und zu einem erheblichen Teil noch unveröffentlichte) Märchenschachaufgaben, deren Bedingungen in einem Märchenschachregister erläutert werden.



Aus dem Buch:

Pfeiffer (am Zuge) - Guimard
Schacholympiade Dubrovnik, 1950

Gerhard Pfeiffer
"Deutsche Schachblätter", 1942



Weiß am Zuge gewinnt
Pfeiffer beendete nun die gut durchgeführte Positionspartie durch 64. S:d5+! e:d5 65. K:d5 Le8 66. e6 La4 67. Ke5 Lb3 68. d5 Kd8 69. d6 Lc2 70. Kf6 Ld3 71. e7+ Ke8 72. d7+

1. Tf8! (2. Tf6+) Tg5 (am besten) 2. Tf6+ Kh5! 3. Tf5!! Die feine Opferpointe. 3. ...T:f5
4. Kg7 Der schwarze Turm findet nun keinen Zugang zur Umwandlungsreihe mehr.
4. ...Tg5+ 5. Kf7 Tf5+ 6. Ke7 usf. 10. Ka7! Der weiße König versteckt sich hinter dem schwarzen Bauern, und nach h8D entsteht ein technisch gewonnenes Endspiel.


Gerhard Pfeiffer
Kongreßbuch
Lüneburger Schwalbe-Treffen, 1990



Matt in 3 Zügen, Circe
Im Circe-Schach werden (mit Ausnahme des Königs) geschlagene Steine (als Teil des Zuges) auf ihrem Ursprungsfeld der Partieausgangsstellung "wiedergeboren": Turm, Läufer und Springer auf dem mit dem Schlagfeld gleichfarbigen Ursprungsfeld, Bauern auf dem Ursprungsfeld derselben Linie wie das Schlagfeld. Die "wiedergeborenen" Steine werden jeweils in Klammern genannt.
Ist das betreffende Ursprungsfeld besetzt, verschwindet der geschlagene Stein vom Brett.
Im orthodoxen Schach könnte Weiß in der Diagrammstellung mit 1. S:b6# sofort matt setzen, in Circe nicht: 1. S:b6+(b7)? K:a7! Daher muss der wT den wL von a1 aus decken, was Weiß wie folgt erreicht. 1. h8D! (droht "orthodox" 2. Dh1#) L:h8 Dieser Zug wird sofort als Kritische Lenkung genutzt:
2. Tg7! Zugzwang L:g7(Ta1) 3. S:b6(Bb7)# bzw. 2. ...b5 3. Sb6#




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